gartenleidenschaft

"Medicus curat, natura sanat"


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Knoblauchpflege im Juni

Knapp zwei Monate vor der Ernte ist aktuell noch eine wichtige Pflegemaßnahme beim Knoblauch durchzuführen. Einige Knoblauchsorten bilden Scheindolden aus, die jetzt entfernt werden sollten, da ansonst die Pflanze die Kraft in die Dolde und nicht in die Knolle investiert. Die Dolden lassen sich leicht mit dem Finger wegzwicken.

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Colakrautsirup Selbstgemacht

P1140011Seit einigen Jahren hab ich nun einen Colakrautstock im Garten stehen, der bis dato nur sehr wenig verwendet wurde. Einzig  zum Aromatisieren vom Wasser wurde von Zeit zu Zeit ein Ast abgebrochen. Letztes Jahr im Winter schnappte ich dann irgendwo auf, dass man auch einen Sirup aus den Blättern herstellen könnte. Nachdem jedoch der Strauch das Umpflanzen im Frühling nicht so gut verkraftete dauerte es bis zum letzten Wochenende, dass genügend Triebe für einen Saft vorhanden waren. Nach einer kurzen Recherche im Internet entschied ich mich, dann doch für das Rezept, das wir auch beim Holunderblütensirup verwenden. Dieses peppte ich noch mit ein paar Zweige von der Zitronenverbene und einer Zitrone auf. Weiterlesen


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Erste Hilfe bei Moskito- und Bremsenstichen

Eigentlich bin ich ja ein sehr tierliebender Mensch, eine Ausnahme mache ich jedoch bei Moskitos und Bremsen. Die letzten vier Wochen wurde ich untertags auf der Ausgrabung von Bremsen und in der Nacht in der Wohnung von Moskitos drangsaliert. Da entpuppte sich Spitzwegerich (Plantago lanceolata) als ideales Hausmittel. Bereits die Menschen in der Bronzezeit kannten seine heilende Wirkung.

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Oliven selber einlegen

In meinem ersten Reisebericht zu Rom habe ich euch ja berichtet, dass ich bei der Villa der Quintillii die Chance genützt habe eine handvoll Oliven (zw. 15-20 Stück) zu pflücken. Anfangs einfach nur aus reiner „Sammelgier“ 🙂 Erst eine Studienkollegien brachte mich auf Idee, dass ich sie doch einlegen könnte. Gesagt getan. Zuhause angekommen begann ich gleich mit der Recherche, wie Oliven denn einzulegen wären. Überraschenderweise existieren dazu sogar eine Vielzahl von Artikeln mit fast ebenso vielen Varianten der Zubereitung.P1110439 Weiterlesen


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Der etwas andere Kaffee

Als ich vor ein paar Wochen durch den Wald spazierte packte mich wieder einmal das Sammelfieber. Neben ein paar jungen Bäumen, die ich bei mir daheim einsetzte, kam ich auch mit einem Sack voller Eicheln heim. Da ich in der Vergangenheit schon öfters davon gehört hatte, dass man früher in Notzeiten, wenn kein normaler Kaffee verfügbar war, Eichelkaffee als Ersatz nahm, hatte ich schon länger im Hinterkopf diesen einmal selbst herzustellen. P1110202Gesagt getan. Im Internet wurde ich relativ rasch bei den Rezepten fündig. Da sich diese bis auf ein paar Unterschiede ähnlich waren, beschloss ich eine Mixtur aus zwei Rezepten auszuprobieren. Das aufwendigste war dann gleich auch einmal das Schälen der Eicheln, da die Schalen zeitweise sehr widerspenstig waren. P1110206 Neben der Schale sind die Eicheln auch noch durch eine feine Haut geschützt, die fast noch schwerer zu entfernen war. Ich hab sie dann einfach mit einem Messer abgeschabt. P1110207Beim folgenden Arbeitsschritt unterschieden sich die Rezepte. Während die einen gleich mit dem Rösten begannen, empfahlen die Anderen ein 24 stündiges Wasserbad, das der Eichel etwas den herben Geschmack nehmen sollte. Ich entschied mich für Letzteres. P111020824 Stunden später ging es dann endlich ans Rösten. Zuvor wurden die Eicheln noch in kleine Stücke geschnitten. Das Rösten selbst erfolgt dann bei geringer Hitze mindestens eine 1/2 Stunde lang in einer Pfanne auf dem Ofen. Bei mir war es fast eine Stunde, da ich sie auf keinen Fall anbrennen lassen wollte. Schon nach wenigen Minuten breitete sich ein angenehmer irgendwie weihnachtlich riechender Duft in der Küche aus.P1110209P1110211Abschließende wurden die kleinen Eichelstücke mit Hilfe einer Mohnmühle zu einem feinen Pulver zermahlen, dass ich abermals 3-4 Minuten röstete.P1110212Beim Kaffee selbst wurde dann empfohlen 2 TL Pulver pro Tasse zu verwenden. Dabei soll das Pulver einige Minuten im Wasser aufkochen. Optional kann man den Kaffee auch mit etwas Zimt verfeinern. Nachdem sich das Abseihen mit einem Kaffeefilter als weniger geeignet herausstellte, nahm ich ein sehr feines Sieb. P1110247Resümee: Geschmacklich gewöhnungsbedürftig aber interessant. Am meisten Zeit verschlingt sicherlich das Schälen, aber ansonsten durchaus empfehlenswert. Ich bleib aber dennoch lieber beim Tee 😀