gartenleidenschaft

"Medicus curat, natura sanat"


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Kraut und Kohl

Nachdem ich euch vor einiger Zeit das erste Buch meines Überraschungsgewinns zu den Obstraritäten vorgestellt habe, folgt heut ein weiteres. Aufgrund der Jahreszeit habe ich mich dabei für Katharina Adams Buch „Kraut und Kohl“ entschieden. Ehrlich gesagt bin ich ja kein großer Kohl Fan, aber manchmal heißt es einfach Geschmacksinn ausschalten und auf das Gehirn hören, weil gesund ist er auf jeden Fall.P1130119

Am Beginn des Buches wird kurz auf die Geschichte des Kohls eingegangen. So wächst etwa die Urform unserer heutigen Sorten im Mittelmeerraum und im Bereich des Nordatlantiks. Aus diesen entwickelten sich im Laufe der Zeit dann die Vielzahl an Sorten die wir heute kennen. Bereits bei den Griechen und Römern war der Kohl ein wichtiger Bestandteil des Speiseplans. Dort wurde er vor allem in Suppen und Eintöpfen verwendet. Relativ rasch entwickelte sich der Kohl dadurch zur typischen Nahrung der Landbevölkerung (Einschub meinerseits als Historiker: Wodurch sich dann auch solche Schimpfwörter wie „Kohlfresser“ für die Landbevölkerung entwickelten.) Im Mittelalter verfügte Karl der Große, dass auf jeder seiner Niederlassungen Kohl gepflanzt werden sollte. Brokkoli und Blumenkohl entstanden durch Auslese erst im 16 Jh.. Noch jünger ist der Sprossenkohl (Rosenkohl), der erst durch eine Mutation im 19 Jh. in Belgien entstand. Weiterlesen


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Seltene Obstraritäten

Ziemlich am Anfang meines Bloggerdaseins habe ich euch einmal berichtet, dass ich bei einem Gewinnspiel fünf Gartenbücher gewonnen habe. In den letzten Tagen hatte ich nun endlich einmal Zeit mir diese Bücher etwas genauer anzusehen. Beginnen möchte ich natürlich als Obstbaumfan mit Gregor Dietrich, der in seinem Buch „Obstraritäten“ verschieden nicht so geläufigen Arten vorstellt. Dabei werden die verschiedenen Obstsorten in „Bodenständig und neu“, „Sonnenanbeter“ und „Hitzeflüchter“ eingeteilt. Bei jedem Obst werden dann Informationen, zur Herkunft, der Verbreitung, zu den Ansprüchen, zum Wuchs, zum Ertrag, zur Nutzung und zur Verarbeitung. P1120337

Beim Kapitel „Bodenständig und neu“ handelt es sich um das Umfangreichste. Hier beschrieben werden unter anderem die Quitte, die Mispeln, die Elsbeere, der Speierling, verschiedene Pflaumensorten, die Eberesche, die Felsenbirne, die Apfelbeere, die Kornelkirsche, der Holunder und die Berberitze. Ein Großteil von diesen ist bereits in meinem Garten heimisch. So etwa der Holunder, von dem die Blüten zu Saft und die Beeren zu „Hollerröster“ verarbeitet werden oder die Felsenbirnen, die, wenn nicht die Amseln schneller waren, roh genascht werden. Auch eine Apfelbeere ist vor 2 Jahren, infolge des Aroniahyps in meinem Garten eingezogen. Gleich neben dieser stehen ebenso 3 Kornelkirschen oder „Dirndln“ wie sie in Österreich heißen. Im selben Jahr wurden auch 2 Pflaumenbäume gepflanzt. Schon etwas länger stehen 2 Elsbeeren am Waldrand. Da diese aber erst nach 15-20 Jahren zum Tragen beginnen, muss die Schnapsbrennerei noch warten. Eine Quitte ist erst vor wenigen Wochen in meinem Garten eingezogen und die Mispel wurde schon bestellt, wird aber erst im März ausgeliefert.

Im zweiten Kapitel werden dann Großteils südliche Früchte behandelt, wie die Feige, der Granatapfel, die Kaki und die Gojibeere. Erstere habe ich schon seit ein paar Jahren im Topf auf der Terrasse stehen. Von Zeit zu Zeit gibt’s auch Früchte. Auch eine Gojibeere, die im Zuge des Gojibooms gekauft wurde, darf ich mein eigen nennen, wobei mir aber hier besser die Blüten gefallen, als die Beeren schmecken. Kaki und Granatapfel sind geschmacklich weniger mein Fall.

Im abschließenden Kapitel werden dann noch drei Hitzeflüchtlinge näher vorgestellt, die es zwar gerne warm haben aber die pralle Sonne nicht vertragen. Zu denen zählen die Kiwis, die Indianerbanane und Schisandrabeere. Zwar zählen Kiwis durchaus zu den bekannte Obstarten, jedoch gibt es auch Sorten, wie etwa jene wo man die Schale essen kann oder die rot sind, die weniger bekannt sind. Ich hab davon die Erstere im Garten und freue mich schon jedes Jahr auf die Ernte, der ca. stachelbeergroßen Früchte. Eine Indianerbanane oder Pawpaw besitze ich erst seit letztem Frühling. Jedoch heißt es auch hier geduldig sein bis die ersten Früchte kommen. Auf den Geschmack, der zwischen Banane, Mango und Ananas liegen soll bin ich schon sehr gespannt. Eine Schisandrabeere, oder „Füng Geschmäckerfrucht“ wie sie auch oft genannt wird, hatte ich zwar, aber noch bevor die ersten Früchte reif wurden ist sie eingegangen.

Resümee: Für Obstliebhaber ein durchwegs interessantes und aufschlussreiches Bucht. Besonders die kurzen Nutzungsbeispiele der einzelnen Obstsorten haben mir recht gut gefallen.


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Die Not mit den lieben Schnecken

Wer kennt sie nicht, die Probleme mit den Schnecken? Letzten Sommer ging es sogar soweit, dass wir einige Beete im Garten aufgaben, da mehrmals innerhalb einer Nacht sämtliche Jungpflanzen verschwanden. Da half auch das täglich Abglauben nichts mehr. Nur noch das Hochbeet und das Glashaus waren komplett „schneckensicher“. Da es so nächstes Jahr nicht weiter gehen kann, kam es mir letzte Woche gerade recht, als ich beim Stöbern in der Buchhandlung dieses Buch entdeckte.P1120074

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Überraschungspost

Groß war meine Verwunderung, als ich bei der heutigen Post ein ungewöhnlich großes Paket entdeckte. Eigentlich hatte ich in der letzten Zeit nichts bestellt und auch anhand des Absenders konnte ich nicht erahnen was sich darin befinden würde. Nach dem Öffnen machte ich einen Luftsprung. Im Paket befand sich ein Schwung Gartenbücher, verschiedene Heftchen und ein Komposttee für die Pflanzen. Plötzlich schoss mir ein, dass ich vor Wochen an einem Gewinnspiel teilgenommen hatte. Mit einem so großen Gewinn jedoch hätte ich nicht gerechnet. Vielen Dank liebes „Natur im Garten“ Team !!!

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Rezensionen der einzelnen Bücher werden in der kalten Jahreszeit folgen, wenn im Garten nicht mehr ganz so viel zum Tun ist.