Maulwurfsgrillen bekämpfen

Nach Wühlmäusen und Schnecken in den letzten Jahren habe ich heuer vermehrt mit Maulwurfsgrillen zu kämpfen. Neben einem Tomaten-, vier Paprika- und drei Auberginenpflänzchen sind ihnen schon unzählige Salatpflanzen zum Opfer gefallen. Grundsätzlich bin ich ihnen ja durchaus gewillt ein bist zwei Pflänzchen abzugeben, aber inzwischen hat das ein Ausmaß angenommen, wo sich die Freundschaft aufhört. Daher habe ich vor einem Monat begonnen gegen sie vorzugehen.

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Zunächst bleibt über die Maulwurfsgrille, die auch „Werren“ genannt werden, einmal festzuhalten, dass es sich dabei um eine ca. 5-10 cm großes Insekt aus der Familie der Heuschrecken handelt. Im Garten können sie sowohl Schädling als auch Nützling sein. So ernähren sie sich neben verschiedenen Jungpflanzen auch von Schneckeneier, Engerlingen und Fadenwürmer. Sind jedoch keine Insekten anwesend können sie ganze Beete verwüsten. Ihre unterirdischen Gangsysteme, die knapp unterhalb der Oberfläche verlaufe können Längen bis zu 25m erreichen. Geht ein Gang plötzlich in die Tiefe handelt es sich hierbei um eine Bruthöhle.

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Larve

Leider gibt es nicht wirklich viele Möglichkeiten Maulwurfsgrillen effektiv zu bekämpfen. Auch die Anzahl ihrer Fressfeinde (Amseln, Hühner, Igel, Maulwurf) ist sehr überschaubar. Ich persönlich verwende zwei verschiedene Methoden um sie zu fangen bzw. zu töten. Im Glashaus hat sich das Aufstellen von Fallen bewährt. Hierzu werden Töpfe an den Wänden eingegraben, in welche die Maulwurfsgrillen bei ihren nächtlichen Streifzügen hineinfallen. Da diese sich gerne im Schutz einer Wand fortbewegen empfiehlt es sich die Fallen dort einzugraben.

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Durch diese Methode konnte ich heuer bereit 7 Stück fangen. Ein paar sind jedoch immer zu schlau in die Falle zu gehen, sodass letzte Nacht wieder eine Tomate und ein Paprika in der Erde verschwanden.

Am effektivsten hat sich bisher der Einsatz von Nematoden erwiesen. Hierbei handelt es sich um kleine Fadenwürmer, welche durch das Gießwasser ausgebracht werden. Diese führen dazu, dass die Maulwurfsgrillen innerhalb von zwei Wochen sterben. Einziger Nachteil daran ist, dass die Erde nach dem Ausbringen zwei Wochen lange feucht gehalten werden muss. Dies erweist sich gerade im Glashaus als gar nicht so einfach. Im Freien jedoch gelang es mir so die Plagegeister los zu werden. Für das Glashaus habe ich mir jetzt nochmals eine zweite Packung bestellt.

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