Johannisbeer-Himbeersaft selber machen

Eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen ist das gemeinsame Johannisbeerpflücken mit meiner Oma. Anschließend wurde dann ein leckerer Sirup daraus hergestellt. Mit zunehmendem Alter (insbesonders zwischen 10-18)  wurde dann die Lust am Pflücken immer geringer. Erst in den letzten Jahren als es meiner Oma immer schlechter ging, begann ich wieder mitzuhelfen, bis heuer wo ich nach ihrem Tod erstmals alles alleine erledigte. Insgesamt 10kg Johannisbeeren wurden zu Saft verarbeitet. Im Gegensatz zu früher wird bei mir der rote Saft mit Himbeeren verfeinert.

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten Johannisbeersaft zu machen. Bei uns wird seit jeher der Dampfentsafter* verwendet. Bei diesem werden durch den Wasserdampf die Schalen und Zellen der Beeren aufgebrochen und der Saft tritt aus. Je nach Menge kann man dann nach 1-2 Stunden über den Schlauch den Saft ablassen. Da die Beeren durch den Dampf zusammensacken kann man oben immer wieder neue Beeren nachfüllen.

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Idealerweise fängt man den Saft in einem großen Topf auf.  Pro Kilogramm Beeren wird dann 1/2 kg Zucker hinzu gegeben und mit dem Saft nochmals aufgekocht.

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Dann kann der Saft schon in Flaschen abgefüllt werden. Generell gilt, je höher der Himbeeranteil im Saft ist, desto besser schmeckt er.

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6 Gedanken zu “Johannisbeer-Himbeersaft selber machen

  1. Das hört sich sehr lecker an und ich finde es schön, dass du die Tradition deiner Omi weiterführst! 🙂 Kann man die Beeren mit den Stielen in den Topf geben und entsaften? Wie hast du die Flaschen steril bekommen? Ich bin noch ein blutiger Anfänger im Sirup- und Saftherstellungsgeschäft und habe dieses Jahr zum ersten Mal selber Holunderblütensirup hergestellt. Dabei wusste ich nicht so richtig, wie ich die Flaschen am besten sterilisieren sollte, weil sie in keinen Topf zum Auskochen reingepasst haben. LG, Antje

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    • Hallo Antje,
      Ja, das ist das praktische am Dampfentsafter, dass man da auch die Stiele drinnen lassen kann. Ich sterilisiere die Flaschen immer im Backrohr bei 200°C Heißluft 7 Minuten lang 🙂 Hatte bisher noch nie Probleme mit Schimmel oder so. Die Gummiverschlüsse werden in einem Topf mit kochendem Wasser sterilisiert.
      Eigentlich ist Saftmachen ganz unkompliziert. Ich mach Johannisbeer-, Himbeer- und Traubensaft mit dem Dampfentsafter und Hollunderblüten und das Colakraut setz ich in der Zucker-Zitronensäurelösung an 🙂
      Liebe Grüße, Florian

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      • Hallo Florian,
        so ein Dampfentsafter ist ja ne richtig feine Sache! Da hat man gar nicht so viel Arbeit, als wenn man die Beeren da alle einzeln abzupfen müsste!
        Was die Flaschen betrifft, so hatte ich gelesen, dass man die mit den Schnappverschlüssen nicht in den Backofen legen sollte, weil da oben diese Deckel platzen können. Du schreibst jetzt, dass du die Gummiverschlüsse in einem Topf mit heißem Wasser sterilisierst. Kann man die Schnappverschlüsse irgendwie abmachen?
        Wie lange hält sich denn der Saft, den du selber herstellst?
        Danke und LG, Antje

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      • Ja den Schnappverschluss kann man mit ein bisschen Kraftaufwendung herabgeben 🙂 Der kommt dann auch ins kochende Wasser.
        Also beim Hollunderblütensirup haben wir kurz vor der heurigen Blüte die letzte Flasche geöffnet. Beim Johannisbeersirup, haben wir jetzt noch Flaschen aus dem letzten Jahr im Keller stehen, die einwandfei sind 🙂
        Liebe Grüße, Florian

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  2. Hallo Florian. Woher weißt Du, dass die Stängel nichts ausmachen? Ich sortiere alles aus, was keine reifen Früchte sind. Ich stelle mir vor, dass der Wasserdampf nicht zwischen den verschiedenen Bestandteilen unterscheidet und unreife Beeren und grüne Stängel genauso entsaftet, wie reife Beeren. Belegen kann ich das aber nicht, daher meine Frage, ob Du etwas dazu weißt, dass die Stängel nichts ausmachen.
    Mittlerweile bin ich sogar zögerlich verschiedene Beeren zu mischen. Gerade steht ein Topf Himbeeren und Aronia auf dem Herd. Die Himbeeren sind längst zerfallen und die Aronia-Beeren liegen völlig ungerührt im Himbeerbrei. Viele Grüße, Uhle

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    • Hallo Uhle 🙂
      Sicher weiß ich das auch nicht. Meine Oma hat das halt immer so gemacht und ich mach das jetzt auch so 🙂 Einmal hab ich alle Beeren vom Stängel getrennt, aber auch keinen Unterschied geschmeckt.
      Bei der Kombination von Beeren kann ich nur sagen, das Johannisbeeren und Himbeeren super harmonieren, bei anderen Kombinationen bin ich eher skeptisch…bei Aronia und Himbeere könnte ich mir denken, dass die Aronia geschmacklich alles überdeckt.
      Liebe Grüße Florian

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