gartenleidenschaft

"Medicus curat, natura sanat"

Seltene Obstraritäten

13 Kommentare

Ziemlich am Anfang meines Bloggerdaseins habe ich euch einmal berichtet, dass ich bei einem Gewinnspiel fünf Gartenbücher gewonnen habe. In den letzten Tagen hatte ich nun endlich einmal Zeit mir diese Bücher etwas genauer anzusehen. Beginnen möchte ich natürlich als Obstbaumfan mit Gregor Dietrich, der in seinem Buch „Obstraritäten“ verschieden nicht so geläufigen Arten vorstellt. Dabei werden die verschiedenen Obstsorten in „Bodenständig und neu“, „Sonnenanbeter“ und „Hitzeflüchter“ eingeteilt. Bei jedem Obst werden dann Informationen, zur Herkunft, der Verbreitung, zu den Ansprüchen, zum Wuchs, zum Ertrag, zur Nutzung und zur Verarbeitung. P1120337

Beim Kapitel „Bodenständig und neu“ handelt es sich um das Umfangreichste. Hier beschrieben werden unter anderem die Quitte, die Mispeln, die Elsbeere, der Speierling, verschiedene Pflaumensorten, die Eberesche, die Felsenbirne, die Apfelbeere, die Kornelkirsche, der Holunder und die Berberitze. Ein Großteil von diesen ist bereits in meinem Garten heimisch. So etwa der Holunder, von dem die Blüten zu Saft und die Beeren zu „Hollerröster“ verarbeitet werden oder die Felsenbirnen, die, wenn nicht die Amseln schneller waren, roh genascht werden. Auch eine Apfelbeere ist vor 2 Jahren, infolge des Aroniahyps in meinem Garten eingezogen. Gleich neben dieser stehen ebenso 3 Kornelkirschen oder „Dirndln“ wie sie in Österreich heißen. Im selben Jahr wurden auch 2 Pflaumenbäume gepflanzt. Schon etwas länger stehen 2 Elsbeeren am Waldrand. Da diese aber erst nach 15-20 Jahren zum Tragen beginnen, muss die Schnapsbrennerei noch warten. Eine Quitte ist erst vor wenigen Wochen in meinem Garten eingezogen und die Mispel wurde schon bestellt, wird aber erst im März ausgeliefert.

Im zweiten Kapitel werden dann Großteils südliche Früchte behandelt, wie die Feige, der Granatapfel, die Kaki und die Gojibeere. Erstere habe ich schon seit ein paar Jahren im Topf auf der Terrasse stehen. Von Zeit zu Zeit gibt’s auch Früchte. Auch eine Gojibeere, die im Zuge des Gojibooms gekauft wurde, darf ich mein eigen nennen, wobei mir aber hier besser die Blüten gefallen, als die Beeren schmecken. Kaki und Granatapfel sind geschmacklich weniger mein Fall.

Im abschließenden Kapitel werden dann noch drei Hitzeflüchtlinge näher vorgestellt, die es zwar gerne warm haben aber die pralle Sonne nicht vertragen. Zu denen zählen die Kiwis, die Indianerbanane und Schisandrabeere. Zwar zählen Kiwis durchaus zu den bekannte Obstarten, jedoch gibt es auch Sorten, wie etwa jene wo man die Schale essen kann oder die rot sind, die weniger bekannt sind. Ich hab davon die Erstere im Garten und freue mich schon jedes Jahr auf die Ernte, der ca. stachelbeergroßen Früchte. Eine Indianerbanane oder Pawpaw besitze ich erst seit letztem Frühling. Jedoch heißt es auch hier geduldig sein bis die ersten Früchte kommen. Auf den Geschmack, der zwischen Banane, Mango und Ananas liegen soll bin ich schon sehr gespannt. Eine Schisandrabeere, oder „Füng Geschmäckerfrucht“ wie sie auch oft genannt wird, hatte ich zwar, aber noch bevor die ersten Früchte reif wurden ist sie eingegangen.

Resümee: Für Obstliebhaber ein durchwegs interessantes und aufschlussreiches Bucht. Besonders die kurzen Nutzungsbeispiele der einzelnen Obstsorten haben mir recht gut gefallen.

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13 Kommentare zu “Seltene Obstraritäten

  1. Vielen Dank für die Buchvorstellung. Ich bin ein wenig erstaunt, dass Holunder, Quitte und Vogelbeeren als Raritäten mit abgehandelt werden. Ich dachte, die sind seit langem schon weit verbreitet, auch in herkömmlichen Gärten.
    Reifen denn die Früchte von Kaki und Granatapfel in unseren (europäischen) Breiten auch tatsächlich aus?

    Liebe Grüße 🙂

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    • Hab mich auch gewundert… hätte da schon eher Sanddorn und Blaugurke als Raritäten gesehen, obwohl Sanddorn auch schon immer häufiger gepflanzt wird. Bei den Kaki hab ich Erfahrungsberichte gelesen, wo geschrieben wird, dass sie ausreifen. Beim Granatapfel wäre ich eher skeptisch. Aber was noch nicht ist kann noch werden. Ich sag nur Klimawandel.
      Liebe Grüße und ein gutes neues Jahr, Florian

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      • Ich wünsche dir auch ein schönes neues Jahr.
        Das juckt ja geradezu in den Fingern, den Kaki-Anbau zu versuchen. Zumal ich die Früchte schon sehr lecker finde. 🙂

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      • Ich hab heuer das erste mal Kakis probiert und sie haben mich nicht so überzeugt. Irgendwie schmecken sie wie Litschis nur herber. Irgendwann werde ich aber sicher einmal einen Baum pflanzen 🙂

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  2. Danke für die Infos. Dir einen lieben Gruß zum Jahreswechsel 💚 von gartenkuss ❄

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  3. Jetzt musste ich gerade so lachen, denn ich habe „Obstraritäten“ in einem Wort gelesen anstatt in zwei und mich gefragt, was das jetzt wohl sein mag. 😀 Danke für den Buchtipp. Ich freue mich, dass wir mit Kornelkirsche und Felsenbirne auch Vertreter des naturnahen Gärtnerns im Garten haben. 🙂 Einen guten Rutsch!

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  4. Danke für die Infos rund um das Buch. Klingt nach einem richtig guten Sachbuch!
    LG*
    AnDi

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  5. Hallo Florian,
    der Verlag bringt in letzter Zeit viele Bücher zum naturnahen Garten heraus, dieses klingt auch interessant.
    Ein Frohes Neues Jahr wünscht dir
    Elke

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  6. Pingback: Kraut und Kohl | gartenleidenschaft

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