gartenleidenschaft

"Medicus curat, natura sanat"

Rom

13 Kommentare

Teil 1

Wie ich Euch bei meiner Abreise berichtet habe, bin ich mit einem höchst unguten Gefühl nach Rom gefahren. Dieses blieb auch bei der Ankunft am Bahnhof vorerst noch bestehen. Überall standen Polizisten und Soldaten. Unser Hotel lag nur 5 Minuten vom Bahnhof weg und trotz der Anreise im Nachtzug gewehrte uns unser Professor keine Pause, so dass wir nur unser Gepäck dort deponierten und sogleich mit der Stadtbesichtigung begannen. Die erste Station war, wie es sich für Althistoriker gehört, natürlich das Forum Romanum. Auch heute ist es noch überwältigend. Da mag man sich kaum vorstellen wie es einem erst ergehen würde, wenn die Gebäude noch in ihrem ursprünglichen Zustand vorhanden wären. Circa 7 Stunden verbrachten wir dort und in der Umgebung. Besichtigt wurden unter anderem neben dem Forum, der Palatin, die älteste Stelle der Besiedelung Roms, der Circus Maximus, das Kapitol und die Trajansäule, um nur die bekanntesten Punkte zu nennen. Als letzter Programmpunkt stand dann noch die Diokletianstherme auf dem Programm.

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Am zweiten Tag standen insgesamt 25km Fußmarsch am Programm. Unser erste größerer Halt war die Caracallatherme. Der Besuch der Therme war für die Römer sehr wichtig und für alle Schichten zugänglich. Als erster durften die Frauen ab 12 Uhr die Thermen aufsuchen. Danach folgten die Männer. Dabei wurde das Wasser nicht gewechselt, so dass es bei einer Wassertemperatur von 35°C im Warmwasserbecken durchaus zu hygienischen Problemen kommen konnte. Man beachte, dass bei der enormen Raumhöhe alles tagtäglich geheizt werden musste. An den Prunk des Ursprungszustandes erinnern noch vereinzelt Bruchstücke der damaligen Mosaiken.

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Versuch einer Rekonstruktion

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Weiter ging es dann durch ein Stadttor der Aurelianischen Stadtmauer zu den Callixtus Katakomben, die zu den frühesten christlichen Gemeinschaftskatakomben zählen. Die Gänge die sich auf mehreren Ebenen bis zu 20 Meter unter der Erde befinden weisen eine Länge von über 20km auf. Leider war das Fotografieren nicht erlaubt. Von dort ging es dann weiter auf der Via Appia zum Circus des Maxentius. Letzterer ist bekannt durch seine Niederlage gegen Konstantin den Großen bei der Schlacht an der Milvischen Brücke. An einigen erhaltenen Wandmalerein konnte man sehen, welche Sportveranstaltungen hier früher statt fanden.

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Danach folgten wir der Via Appia weiter stadtauswärts. An einigen Stellen kann man noch heute auf der originalen antiken Pflasterung laufen. Da hier nur noch wenige moderne Bauten zu finden sind, kann man sich hier gut in die Vergangenheit zurückversetzen. Laut unserem Professor ein wahrer „Genussmarsch“.P1110432

Unser letzter Halt an der Via Appia war die Villa der Quintilli, ein antikes Landgut außerhalb der Stadt. Auch hier wurden wir von der enormen Größe des Anwesens beeindruckt. Hie nutzte ich auch die Gelegenheit einige reife Oliven zu pflücken und mitheimzunehmen. Aber dazu wird es noch einen Extrabeitrag geben.

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Als Schlusspunkt des Tages stand ein Besuch des Palazzo Massimo auf den Programm, der ein Museum beinhaltet. collage 5

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Für heute lasse ich es nun gut sein. Die Tage 3-5 werden dann im Laufe der nächsten Woche einmal folgen.

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13 Kommentare zu “Rom

  1. Ich gebe zu, ich beneide dich. Was für ein schönes Erlebnis auf diese Weise Geschichte zu atmen. Wünsche dir noch interessante Tage in alten Gemäuern. LG von gartenkuss 🌸

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  2. Wenn man die Bilder betrachtet, will man gar nicht glauben, dass diese in einer so großen Stadt entstanden sind! Alles ist so weitläufig und wirkt ruhig und menschenleer….
    LG, danke für den Bericht und noch viel Spaß
    AnDi

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  3. Danke für den Bericht. Hänge mich gleich mal an deinen Blog und bin gespannt was alles folgen wird.
    LG vom Müller aus CH

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  4. Auch von mir vielen Dank für diesen Bericht Florian!
    … und bitte gerne mehr von Rom!

    Wir möchten nächsten Jahr die Stadt besuchen und für mich ist Dein Bericht ein super Stadtführer. Mein letzter Eindruck von Rom war eher lässig und sehr lebendig. Polizei oder Militär war kaum zu sehen und wenn , dann eher die Ausgehuniform.
    Menschenleer ist ja mal ein Ausdruck, den ich mit Rom nicht in Verbindung gebracht hätte.
    Danke für Deinen Besuch und Kommentar im Geniesser-Garten! Gerne verlinke ich Deinen Blog bei mir.
    Viele Grüße von Renate

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    • Hallo Renate

      Danke für das Lob 🙂 Im Laufe der Woche sollte noch ein weiterer Artikel über Rom erscheinen.
      Rom ist auf jeden Fall immer wieder eine Reise wert. Alleine schon wegen dem Essen 🙂 Das Militär war anwesend, weil nur 3-4 Tage zuvor die Anschläge in Paris waren. Würd mich freuen wenn du wieder einmal auf meiner Seite vorbeischauen würdest.
      Liebe Grüße Florian
      PS: Danke fürs Verlinken

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  5. Pingback: Rom | gartenleidenschaft

  6. Hallo Florian.
    bei deinen wunderschönen Fotos werden Erinnerungen in mir wach. Ich war jetzt bereits dreimal in Rom und habe noch längst nicht alles gesehen. Z.B. die Via Appia etwas außerhalb, die hätte mir bestimmt auch sehr gut gefallen.
    LG Kathinka

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  7. Pingback: Oliven selber einlegen | gartenleidenschaft

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