gartenleidenschaft

"Medicus curat, natura sanat"

Wächst nicht gibt’s nicht

5 Kommentare

Der Radi (Rettich) wird bei uns nichts“. Diesen Satz bekam ich von meiner Oma immer wieder zu hören, wenn ich mein Vorhaben äußerte einen solchen anzubauen. Mit der Zeit hatte er sich so ins Gedächtnis eingebrannt, dass ich auch der Meinung war, dass ein Versuch umsonst wäre. So blieb unser Gemüsegarten jahrelang „rettichfrei“. Vor 2-3 Jahren entdeckte ich dann in der Gärtnerei Samen der Rettichsorte „Eiszapfen“ die sich ideal als Jausenbeilage eignen, da sie ca. nur 10 cm lang und 1,5-bis 2 cm dick werden. Und Überraschung; die Pflanzen gediehen prächtig! Zwar zeigte sich, dass wie bei den Radieschen ab einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr (laut meinen Beobachtungen wenn die Temperaturen vermehrt die 30°C Marke erreichen) die Ausbeute abnimmt, aber von „wächst nicht“ keine Spur.

Heuer beschloss ich schlussendlich auch einmal „normale“ Rettichsamen einzulegen. Dazu wählte ich die Kartoffelpyramide und das Hochbeet. Anfangs vegetierte er nur vor sich hin und erreichte gerade einmal die Größe der „Eiszapfen“. Da er über Wochen kaum an Größe zulegte, begann ichschon die ersten Wurzen zu ernten, so dass vorm Sommerurlaub nur noch 7-10 Exemplare übrig waren. Als ich dann aus den USA heimkehrte, traute ich erst meinen Augen nicht. Der Rettich hatte massiv an Größe zugelegt. Zwar konnte er bei der Länge noch nicht mit dem eu-genormten aus dem Supermarkt mithalten, aber für den ersten Versuch war das gar nicht so schlecht. Wobei man sicher sagen kann, dass der Rettich im Hochbeet, in dem die Erde sehr locker ist, sicher besser wächst als in den normalen Beeten, wo ihn meine Oma früher gesät hatte. Zukünftig lass ich also „wächst nicht“ nicht mehr gelten und beherzige eher „Probieren geht über studieren“.

collage_RAdie

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5 Kommentare zu “Wächst nicht gibt’s nicht

  1. Wie recht du hast. Freu mich über deine „Beute“. Ein schönes Wochenende wünscht dir gartenkuss

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  2. Wir machen das auch immer so: es wird einfach ausprobiert, was auf dem Balkon angepflanzt werden kann und was nicht. Wir lassen uns da von vorgefertigten Meinungen nicht beeinflussen und was von der Größe her irgendwie auf den Balkon passt wird, sofern wir die Frucht/das Gemüse/das Kraut mögen früher oder später seinen Weg auf unseren Balkon finden.
    Ist die Kartoffelpyramide sowas wie unser Erdbeer-Hochhaus? https://schlemmerbalkon.wordpress.com/2015/03/22/vertikale-balkonerweiterung-teil-4/
    LG und einen guten Start in die neue Woche
    AnDi

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    • Ich würde sagen, dass durchaus eine Ähnlichkeit zwischen dem Erdbeerhochhaus und der Kartoffelpyramide besteht, da sie platzsparrende Varianten der Pflanzung sind. Bei der Pyramide macht man sich jedoch auch den Vorteil der Kartoffel zu nutzem, dass sie, wenn sie ca. 10 cm aus der Erde heraus schauen und man sie wieder mit Erde überschüttet, an den Blättern neue Kartoffeln ansetzten. Diesen Vorgang wiederholt man dann mehrmals bis man bei der Spitze der Pyramide angelangt ist 🙂
      Liebe Grüße aus Salzburg, Florian

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